Continental Bulldog und ich unterwegs
Tag 1:
Früh aufstehen ist einfach nicht meins. Trotz der Vorfreude, aufstehen ist einfach mühsam. Trotzdem bin ich heute um 5 Uhr auf und nach dem letzten Lebewohl an Mama und meine Schwester ging es los. Keine Grenzkontrollen, wenig Verkehr, was will man mehr, wenn man „on the Road“ ist. Nach einer ausgedehnten Kaffeepause, erreichte ich nach 3,5 Stunden Fahrt mein erstes Ziel.
Der bayrische Wald:
Auf Park4Night habe ich mir einen Übernachtungsplatz herausgesucht, der auch als Ausgangspunkt für Wanderungen dient. Etwas oberhalb von Frauenau liegt eine Talsperre direkt im Nationalpark.
Davor ist ein Parkplatz, schön gepflastert und mit WC Häuschen. Von hier aus bin ich gleich losmarschiert. Über einen kurzen Stich durch den Wald, gelangt man zum Damm. Von da aus geht es gut markiert durch den Wald. Lola hat nach der Fahrt, ihre vollen 1 BS (Bullistärken) ausgereizt und sich mit vollem Karacho in ein Schlammloch gestürzt. Vermutlich hat sie die vielen Schilder (Wildschwein Gebiet) gesehen und wollte sich gleich mal anpassen. Zum Glück gabs gleich danach einen kleinen Bach, den sie ebenfalls unsicher gemacht hat.
Nach 3h Gehzeit und herrlicher Ruhe, waren wir wieder beim Auto. Nach einer kleinen Jause für Hund und mich, gings an den nahen gelegenen Bach. Perfekte Wassertiefe für Lola. Sie konnte überall stehen und musste nicht schwimmen. Wer hätte gedacht, dass Lola nach anfänglicher Wasserscheu, gar nicht genug von dem saukalten Wasser bekommen kann. Seit heute kann sie sogar Tauchen! Nun sind wir beide Hundemüde und chillen neben dem Auto. Später gibt’s dann eine warme Mahlzeit und danach geht es früh ins Bett. Morgen steht eine vier stündige Führung durch die Kolberbachklamm an.
Tag 2
Tagwache! Verkündeten zwei Kampfjets der deutschen Luftwaffe im Tieflug. Ich hab fast das kochende Kaffeewasser über Lola geschüttet. Die hat sich in ganz in Soldatenmanier, a la „ducken und decken“, unterm Auto verkrochen. Nachdem Koffein und Nikotin meine Nerven beruhigt haben gings auch schon zum Nationalparkzentrum Falkenstein. Dort startete die Führung mit der Passauerin Helga. Gleich nach der ersten Kurve, wurden wir mit Musik begrüßt. Scheint für Bayern normal zu sein. Außer mir hat sich niemand gewundert! Am Gehege der Auerochsen gings in die Auen. Das war unberührte Natur. Einfach Klasse! Von der Bieberburg bis zum wilden Birkenwald, haben wir, waren eine Gruppe von 5 Personen, alles gesehen. Leider setzte starker Regen ein, so dass wir den Platz mit den Kreuzottern ausgelassen haben. Nach dem sich unsere Führerin verlaufen hatte, sind wir nach fast 5h doch alle wohlbehalten zum Ausgangspunkt zurückgekehrt. Kurze Kaffeepause im Bus und dann gings ab in den OBI. Hab einen Gaskocher gekauft und noch ein bisschen Kleinmaterial.
Da der Regen nicht aufhörte, fuhr ich gleich nach Tschechien. Kaum über der Grenze kam mir ein Rettungswagen entgegen. Mit Blaulicht und Sirene und dem Fahrer am SMS schreiben. Naja, vielleicht ist der Osten mit autonom fahrenden Autos doch weiter als gedacht? Da ich übers Wochenende doch gerne relaxen würde, habe ich Pilsen ausgelassen und campiere jetzt gerade etwa 30km nördlich davon im Nirgendwo. War eine recht wilde Schotterpiste, das letzte Stück. Dafür, trotz zwei verstreuter anderer Camper, Ruhe pur.
Ich pack es nicht. Ich sitze gerad vor dem Bus am Schreiben. Gerade kam ein Typ in einem Auto mit „Ami Police“- Lackierung und einem Blaulicht auf dem Dach. Der war komplett zugedröhnt, wollte mir ab trotzdem einen Strafzettel ausstellen. Er konnte fast kein Englisch. Ich hab einfach gefragt, ob ich von seinem Auto ein Foto machen kann, da hatte er eine Gaudi und ist gleich danach wieder abgehauen!!

Soo, ich fühle mich überfressen. Das mit der Portionsgröße, muss ich beim Kochen noch besser abschätzen lernen. Nun noch aufräumen und dann ab ins Bett. Lola ist auch komplett fertig. Die rannte wie gestört durch den Wald bei der Führung. Morgen geht es wieder nach Deutschland. Zwei Nächte auf einem Campingplatz im Spreewald stehen an.
Tag 3
Nach einem ausgedehnten Morgenkaffee, war Kilometer reißen angesagt. Durch Tschechien Richtung Prag bzw. Dresden. Die Gegend im Nordwesten ist recht dünn besiedelt. Alle paar Kilometer kommen ein paar Häuseransammlungen. Ansonsten viel Felder und Wald. Darum auch viele überfahrene Tiere auf der Straße (3 Eichhörnchen, 2 Hasen, 1 Wildsau, 2 zermatschtes Irgendwas).
In der nähe von Prag wurde der Verkehr immer dichter. Deshalb runter von der Autobahn (in Tschechien braucht man offiziell eine Vignette, inoffiziell habe ich drauf gesch********) und durch die Vorstadt. Es hätte mich gereizt stehen zu bleiben, leider gabs keine freien Parkplätze. Dann wieder auf die Autobahn und ab nach Germany.
Die Tankanzeige hat sich bemerkbar gemacht und so entschloss ich mich, den Tankstopp mit Sightseeing zu verbinden. Die kleine Stadt Pirna macht was her. Nur 50 000 Einwohner, genügend Parkplätze und eine schöne Altstadt direkt an der Elbe. Nach dem Besuch der Kirche (Barock) und der Gedenkstätte an die Euthanasieopfer im WW2, habe ich noch eine kurze Rast in einem Cafe gemacht.
Leider war der Handyakku leer, darum gibt’s nicht mehr Fotos aus der Stadt.
Anschließend weiter Richtung Lausitzer Seenlandschaft. Leider habe ich nur einen Platz außerhalb des Campingplatzes für eine Nacht bekommen. Alle Plätze in der Gegend (gilt auch für den Spreewald) sind ausgebucht übers Wochenende. Ich nutze nun den Platz mit Infrastruktur um zu duschen und alle Batterien voll aufzuladen. Morgen werde ich mich wieder vertschüssen und ein Platz in der Natur suchen. Echt schade, die Gegend hier hat was. Auf den Spreewald wäre ich auch gespannt gewesen. Aber es ist einfach alles zu voll. Ich kann Menschen, noch nicht, gebrauchen. Immerhin habe ich einen schattigen Stellplatz unter Kiefern. Man kann nicht alles haben. Jetzt zwei Schweinesteaks auf den Grill und lasse damit diesen, etwas Frustrierenden und unspektakulären, Tag ausklingen.
4 Tag
Ausschlafen ist herrlich. Aber am Senftenberger See ist wirklich alles überfüllt. Darum habe ich alles schnell zusammengepackt und mich wieder auf den Weg gemacht Richtung Spreewald. Mehr oder weniger auf dem Weg, lag noch ein interessanter Ort. Sonderwaffenlager Finsterwalde:
Diese Anlage wurde 1961 von den GSSD (Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland) erbaut. Die Anlage befindet sich neben dem, nun zivil genutzten, Flugplatz Finsterwalde. Ein riesiges Areal im Wald. Am Anfang habe ich ein das Versorgungslager mit Bahnanschluss entdeckt. Leider alles komplett zugemüllt.
Nach ca. 2 km bin ich dann auf den Bunker, der das eigentliche Waffenlager war, gestoßen. Hier wurden unter strengster Geheimhaltung und von 600 Mann des KGB 40 bis 80 Nuklearsprengköpfe gelagert. Jetzt ist alles zerstört und zugemüllt. Trotzdem sehr eindrucksvoll. Beim Eingang sieht man noch die massiven Tore. Innen ist noch ein Teil der Lüftungs- und Kühlanlage. Vom A- Bombenlagerraum, ging es ursprünglich noch weiter. Dieser Teil ist aber zugemauert. Auf dem Weg zurück zum Auto, habe ich noch einen kleinen Bunker erkundet. Vermutlich ein MunDep oder eine Versorgungseinrichtung (Pumpwerk?). Wer etwas mehr Infos habe möchte einfach unter https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderwaffenlager_Finsterwalde nachlesen.


Eingang 

Hier lagerten die Atomsprengköpfe 
Lüftungsanlage 
Von da hatte ich noch ca. 1h Fahrzeit bis zum Spreewald vor mir. Habe mir wieder zwei Plätze in der Natur herausgesucht, leider waren beide belegt. Mittlerweile weiß ich, dass GANZ Deutschland am Campen ist! Und zwar genau da, wo ich will! Jeden noch so möglichen und unmöglichen Platz den ich angefahren habe, konnte ich wegen Überbelegung abschreiben. Campingplätze sind sowieso ausgebucht. Nach 2h frustrierendem Suchen, habe ich kurzen Hand entschlossen nach Polen zu fahren. Gleich nach der Grenze Küstrin- Kietz, bin ich über die Grenze. Nun sitze ich an der Oder. Einfach herrlich ruhig hier und wie gehofft, kein Camper in der Nähe. 200m weiter sind ein paar Fischer, aber ich vermute die vertschüssen sich am Abend. Mit Lola war ich schon in der Oder baden.
Das Wasser ist ein bisschen trüb und braun, aber dafür nicht wirklich kalt. Etwas später versuche ich mich noch im „schwarz“ Fischen. Ich sehe andauernd Fische springen. Morgen werde ich vermutlich auf der polnischen Seite der Oder Richtung Norden fahren. Vielleicht aber auch erst Montag, wenn es hier nicht voll wird oder die Polizei mich vertreibt.
Nachtrag:
Ein Bieber hat alle Fische vertrieben, darum hatte ich keinen Anglererfolg. Um ca. 8 ist eine Familie gekommen, von der ich gleich mit „Servus“ begrüßt wurde. Sie leben in Küstrin, stammen aber aus der Ukraine, sprechen aber russisch miteinander, und sind wegen dem Krieg von Odessa nach Polen gezogen. Der Mann konnte Englisch und kannte auch Lustenau, weil er LKW- Fahrer ist. Sie feierten den Geburtstag seiner Frau. Ich habe ihnen gleich mal Schnaps zum anstoßen vorbeigebracht. Da wurde ich gleich zum Essen eingeladen. Gleb holte dann auch gleich Vodka und so begann, eine scheinbar typische Tradition im Osten, dass „Bruderschaftstrinken“. Um Elf habe ich mich, verabschiedet und die drei sind betrunken, ich hoffe DAS ist nicht typisch für den Osten, nachhause gefahren. Immerhin habe ich scheinbar doch ein paar Tipps im Kopf und auf dem Handy behalten können. Wichtigste Regel beim Autofahren lt. Gleb: NICHT bei Nacht. Viel zu viele Tiere die einem ins Auto springen!

Tag 5
Die Sonne brannte herunter und ich bin komplett durchgeschwitzt aufgewacht. Leider gabs keinen Schatten, an der Stelle. Darum bin ich 50km weiter an der Oder gefahren und habe hier ein Plätzchen mit Schatten direkt am Wasser gefunden. Nach der Ankunft war erst mal aufräumen und Bus putzen angesagt. Nach dem das erledigt war, hat es angefangen zu Regnen. Zum Glück, die Schwüle war kaum mehr ertragbar. Kurzer Hand habe ich die Zeit im Bus genutzt und auch mich gereinigt. Wie zu Uromas Zeiten, mit einer Schüssel und einem Waschlappen. Funktioniert auch!

Nach ca 30min war der Regenschauer vorbei und ich habe mich nochmals im Fischen versucht. Leider hab ich wieder nix gefangen. Anschließend habe ich gelesen. Lola war sowieso den kompletten Nachmittag am Schlafen.
Zum Abendessen gabs einen „Briöond“. Morgen sollte ich auch schon an der Ostsee ankommen. Übernachte ja nur ca. 17km von Stettin entfernt, an der deutschen Grenze.



fbt 

Tag 6
Über die Oderbrücke fuhr ich am Morgen nach Deutschland um 5km weiter über die Grenze wieder nach Polen zu fahren. Etwas nördlich von Stettin befindet sich die Stadt Pölitz (Police). Da habe ich meinen ersten Stopp gemacht. Auf dem Programm standen dieses Mal Ruinen des 2. WK
Hydrierwerk Pölitz: Ein unscheinbares Schild am Stadtrand wies auf die historische Stätte hin. Rucksack mit Wasser, Trinknapf, Messer und Taschenlampen bestückt und rein gings ins Gemüse. Ein kleiner Trampelpfad führte in den Wald. . Auf einmal tauchte eine Konstruktion aus Stahlbeton auf. Vermutlich war das mal eine Brücke.

Weiter im Wald sah ich die ersten Bunker und eine riesige Röhre die im Boden verschwand. Nach unzähligen weiteren Einzelstehender Bunker, tauchte eine der Produktionshallen auf. Einfach überwältigend, dass solche Bauten noch herumstehen. Statisch gesehen eher bedenklich, aber die Schwerkraft und die Witterung werden sie erledigen. Lola flitze wie verrückt herum und kletterte mir überall hinterher.
Tiefer im Wald tauchte das Herzstück der Anlage auf. Die Hydrieranlage. Ein wahres Monster an Bauwerk. Wer hier ohne Hausverstand und offenen Augen herum geht, läuft Gefahr erschlagen zu werden oder im Boden einzubrechen. Anhand der Fotos könnt ihr euch gut vorstellen, wo ich Abstand gehalten habe!
Diese Anlage wurde von den Nazis zur Kohleverflüssigung benutzt. Unter anderem um daraus synthetisches Benzin und Schmierstoffe zu gewinnen. Direkt neben an steht heute das größte Chemiewerk Polens. Diesem Werk ist auch der authentische Duft in den Ruinen zu verdanken. Mehr Infos: https://www.inselreport.de/2018/07/ein-besuch-der-hydrierwerke-politz.html
Das Gebiet habe ich ca. 2 Stunden durchkämmt, aber vermutlich nur 30 bis 40 Prozent des Areals gesehen. Ich musste dann auch abbrechen, weil ich zwei Fehler gemacht habe, die ich nie mehr mache. Erstens habe ich keine langen Hosen angezogen und zweitens den Mückenspray vergessen. Nach zwei Stunden haben mich die Plagegeister so vernagelt, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Von Pölitz fuhr ich wieder zurück nach Deutschland. In dieser gegen finde ich die Kirchen in Klinkerbauweise so schön.
Vor meinem Übernachtungshalt wollte ich noch eine weitere Industrieruine der Nazis besuchen. Leider haben sich die Berichte, die ich in Foren gelesen habe, bestätigt. Es wurde so gut wie alles beseitigt.
Sprengstofffabrik Ueckermünde- Torgelow:
Bei der ehemaligen Kantine und den Werksarbeiterwohnungen habe ich geparkt. Diese Gebäude sind heute renoviert und beherbergen eine Psychiatrie. Im anschließenden Wald habe ich leider nur vereinzelt Stahlbetonreste gefunden. Alle Gebäude wurden gesprengt und mit Sand überschüttet. Diese Hügel werden nun renaturiert. Das Einzige was noch erhalten ist, ist die gepflasterte Straße.
In dieser Anlage wurden verschiedenste Sprengstoffe, trotz Bombenangriff, noch bis 1945 hergestellt. Der Boden ist stark verseucht, was man anhand der vielen Bodenuntersuchungen erahnen kann. Mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Sprengstofffabrik_Ueckerm%C3%BCnde

Gesprengtes Gebäude 
Überschüttets Gebäude und die Straße von damals 
Entnahmestelle Bodenprobe
Viel zu entdecken gab es nicht, dafür war es ein schöner Abendspaziergang im Wald. Nach nur 20min Fahrt habe ich einen kleinen See gefunden, im dem ich noch baden war. Hier verbringe ich auch die Nacht. Morgen geht’s nach Stralsund und Rügen. Da warten noch weitere Bunker aus dem 2. Weltkrieg und der DDR Zeit.
7. Tag
- Tag
Der Wind bläst, Wolken am Himmel, mir ist kalt. Das Wetter hat umgeschlagen. Aber eigentlich für einen Stadtrundgang perfekt. Da wird es Lola und mir nicht zu heiß. Eine kurze Fahrt von 50min und wir waren in Stralsund. Mitten in der Altstadt beim Hafen. Leider gabs keinen Parkplatz, also habe ich einfach ganz frech an der Hafenmole vor dem Museumsschiff „Gorch Fock“ geparkt.

Ich mein, da war Platz, nirgends ein Parkscheinautomat und den Verkehr habe ich auch nicht behindert. Mit Lola im Schlepptau habe ich die Altstadt erkundet. Ich erspare euch jetzt ausgeschmückte Beschreibungen, da Bilder mehr als Worte sagen. Bei der Nikolaikirche gab es einen Markt. Da habe ich bei einem lokalen Bäcker einen Himbeerstreuselkuchen und 4 Brötchen gekauft. Das Ganze machte 2,96€ und das Kuchenstück war nicht schmal. Ich glaube, ich kann aufhören selber zu kochen 😊
Gestärkt weiter auf Rügen. Hier soll es ein verfallenes Schloss geben. In der Nähe der Koordinaten einen Parkplatz gefunden und siehe da, direkt dahinter steht ein verfallenes Gebäude. Natürlich musste ich das erkunden. Von der, so gut wie nicht mehr vorhandenen, Elektrik und dem Grundriss, stammt es ziemlich sicher aus DDR Zeiten. Vom Obergeschoss aus, sah ich auf der anderen Straßenseite eine weitere Ruine. Also auch diese erkunden. Kurz um, nach jedem verfallenen Gebäude war in Sichtweite das Nächste. Leider habe ich nirgends einen Hinweis auf Nutzung oder Besitzer gefunden. Wahrscheinlich ist es ein ehemaliges NVA- Gelände. Werde, sobald ich Internet habe, Nachforschungen anstellen. In einem Gebäude, bzw. Keller, habe ich sogar noch Fässer gefunden. Diese wurden, dem Geruch nach, vor nicht all zu langer Zeit in Brand gesteckt.
Nach 2h Erkundungstour durch den Wald und immer weitere Ruinen, erreichte ich doch noch mein ursprüngliches Ziel. Schloss Dwasieden. Ehrlich gesagt habe ich mir mehr erhofft. Bis auf den Keller war kein Raum mehr erhalten. Und wie leider üblich, alles zugemüllt. Mehr Infos: https://www.dirk-trute.de/fotografie/jasmund_schloss_dwasieden/index.html
Auf dem Plan standen eigentlich noch zwei weitere Punkte auf Rügen, aber ich war doch ziemlich müde. Außerdem wurde das „KdF Prora“ renoviert und ein kleiner Bunker an der Küste war es mir nicht mehr wert, einen Umweg von 40min zu fahren. Da ich echt fertig war und das Wetter immer mieserabler wurde, habe ich nach einem Campingplatz gesucht. Eine heiße Dusche, Strom und ein Restaurant habe ich mir verdient. Leider ist auf Rügen alles überfüllt (ich muss echt raus aus Deutscheland)! 30km weiter auf dem Festland, in einem Kaff Namens Stahlbrode, war doch noch ein Stellplatz frei. Kurz eingerichtet, ging ich mit Lola spazieren und war auch gleich am Hafen.

Dort gabs eine Fischbude die den Tagesfang der hiesigen Fischer verkauft hat. Nicht nur roh, sondern auch als Rollmops, Räucherfisch im Brötchen usw. Da habe ich doch gleich zugeschlagen. Frische Fischbrötchen um 1,20€ und großes Bier um 2€. Bei uns treffen sich die „Dorfbsüff“ an der Tanke, in Norddeutschland offensichtlich am Hafen beim Fischimbiss.
Jedenfalls habe ich im Gespräch mit den besoffenen Fischern(?), ob es Fischer waren weiß ich nicht, aber besoffen waren sie definitiv, doch noch ein, zwei verwertbare Tipps bekommen. Der Rest des Gesprächs, waren leider nur einseitige Anti- Ausländer- Parolen und sonstiger geistiger Dünnschiss.
Moin, geht’s über Peenemünde (V1 Raketentestgelände, wuhuu..), wieder nach Polen.
8. Tag
Verschlafen! Was nachträglich aber egal war. Heute gings auf die Insel Usedom. Bei der Brücke angekommen, mussten wir warten, da sie gerade hochgezogen wurde. Nach ein paar Kilometer erreichten wir das Naturreservat Peenemünde. Ich hab mir da mehr erhofft. Das meiste vom Gelände ist eingezäunt und fast nichts mehr zu sehen. Außerdem seeehr weitläufig. Geparkt habe ich bei der ehemaligen Hauptwache. Von der stehen nur noch ein paar Reste vom Fundament.

Peenebrücke 
Raketentestgelände Peenemünde 
Reste Hauptwache 
Verladebahnsteig
Der Straße entlang bin ich zum ehemaligen KZ der Zwangsarbeiter gegangen. Diese mussten Teile er (Test) Raketen aus dem Sumpf bergen. Auch davon hat man bis auf die Überreste eines Wachhäuschen nichts mehr gesehen. Schließlich bin ich, auch um den Weg abzukürzen, doch unter den Zaun in das Sperrgebiet. Überall standen Warnschilder wegen den Munitionsrückstanden. Aber ich war vorsichtig und bin immer auf den Trampelpfaden geblieben. Außer einem rostigen Kanister und einem Metallstück habe ich aber auch da nichts entdeckt.
Nach 2 Stunden habe ich eine Rast beim Auto gemacht und bin dann gleich Richtung Polen gefahren. Gleich in Swienemünde habe ich mir eine poln. Sim- Karte gekauft. 7€ für 10 GB. Youtube, Netflix und Co werden nicht mal als Traffic gebucht. Diesen Preis find ich voll OK. Ca. 20 km nach der Grenze erreichten wir das Stettiner Haff. Das Wetter war gestern und heute sehr wechselhaft. Bin gespannt ob es besser wird. Jetzt stehen wir hier am Sandstrand und Lola hat das erste mal Bekanntschaft mit dem Meer gemacht. Die Wellen fand sie besonders toll und wollte gar nicht mehr aus dem Wasser. Wenn es morgen nicht zu heiß wird und nicht stark windet, dann bleibe ich zwei Nächte hier.
9. Tag
Heute war einfach ein ganz gemütlicher Strandtag angesagt. Ich habe es so richtig genossen. Nichts ab, nichts aufbauen. Herrlich! War mit Lola im Wasser und habe einen ausgedehnten Strandspaziergang unternommen. Ansonsten nur gelesen. Es ist unglaublich wie die Sinne erweckt werden, wenn man nur mal den minimalistischen Reizen ausgesetzt ist. Ich habe bis auf eine Ausnahme, den ganzen Tag nur den Wind, die Wellen und Vogelgezwitscher gehört. Am Abend beim Sonnenuntergang hat sich ein Gefühl von Ruhe und Dankbarkeit ausgebreitet, es fällt mir schwer das zu beschreiben. In diesem Zuge möchte ich einfach allen danken, ohne die diese Reise für mich nicht möglich wäre. Um so länger ich unterwegs bin, um so mehr wird mir bewusst, wie wenig ich investiert habe, um diese Reise anzutreten und wieviel andere geleistet haben, dass ich unbekümmert in die Welt hinausfahren kann. Danke von Herzen!



fbt 
10. Tag
Eigentlich war Kilometer machen angesagt. Nach dem Start hat sich leider eine komplette Erschöpfung eingestellt. Nach dem ich die Augen kaum mehr offenhalten konnte und auch noch bohrende Kopfschmerzen einsetzten, habe ich die Fahrt abgebrochen und einen Campingplatz gesucht. In Wicse war ein kleiner Patz. Fußläufig alles erreichbar und auch günstig. Für zwei Nächte mit Strom, Kurtaxe und Hundegebühr kostet es umgerechnet 14€. Eigentlich wollte ich nicht selber kochen, aber nach dem ich im Zentrum war und Geld geholt hatte, hat Lola angefangen zu bocken. Darum habe ich schlussendlich doch selber Nudeln und mit Tomatensauce gemacht. Um 21 Uhr war ich im Bett und bin auch sofort eingeschlafen.

11. Tag
Erst um 11 Uhr bin ich aufgewacht. Kopfweh hatte ich keines mehr, war nur noch etwas schlapp und lustlos. Habe mich dann aber aufgerafft und bin mit Lola 1,5h durch den Wald, und teilweise am Strand, in die nächste Ortschaft gelaufen.
Dort in die erste offene Bar und gleich einen Burger verdrückt. Kurz darauf kam auch schon ein junger Bursche (Grzegorzy, 19) an, der Englisch sprach und sich gleich nach Lola erkundigte. Fazit, 4 Bier und 3h später habe ich mich wieder auf den Rückweg gemacht. War eine nette Unterhaltung und er auch ein relativ guter Dolmetscher.

Alle fahren voll auf Lola ab und so ergeben sich, wenn ich mich verständigen kann, immer neue Bekanntschaften und Gespräche. Heute hole ich mir noch eine Pizza und hoffe, dass ich morgen fit und ausgeruht bei Zeiten Richtung Danzig aufbrechen kann.
12. Tag
Leider war es sehr bewölkt, stürmisch und immer wieder hat es geregnet. Deshalb war ich nur eine kleine Runde mit Lola. Den Rest des Tages habe ich immer noch auf dem Campingplatz mit Lesen und schlafen verbracht.
13. Tag
Heute war ich wieder unterwegs. Nach dem einräumen des Materials, habe ich auch gleich noch den Bus herausgesaugt. So schön es am Strand auch sein mag, der scheiß Sand nervt. In der nächst größeren Ansiedlung gabs einen Aldi und ich habe meine Vorräte an Lebensmittel wieder mal aufgefüllt. Danach bin ich zum Nationalpark Slowinsky Narodowy. Highlight sind der weiße, feine Sandstrand und die Dünen. Sehr gut besucht war er. Habe darum nur ein Parkticket für 1,5 Stunden gelöst und bin zuerst in den Wald, der direkt an den Strand anschließt. Da war kein Mensch und es war auch nicht so windig. Vorbei an einem, noch genutzten Militärgelände, haben sich die Bäume gelichtet und ich stand am Strand. Der Sand da war wirklich sehr fein und weiß, allerdings hat es ihn dadurch bei Windstärke 5 einem auch in die Augen geblasen.
Also doch nicht so toll der Strand. Dann doch lieber Kilometer machen. Nun sitze ich 20km von Danzig entfernt an einem kleinen See. Was mir aufgefallen ist. Man sieht, dass im Osten weniger Geld vorhanden ist. Immer mehr Dörfer wirken sehr schäbig. Jetzt noch fein Abend kochen und dann ins Bett.

14. Tag
Gestern bin ich im Dunkeln noch vor dem Auto gesessen und hab mit dem Ebook- Reader gelesen. Plötzlich habe ich ein knurren und fauchen gehört. Als ich Licht gemacht habe stand ein Fuchs 2m vor mir und wollte den Abfallsack klauen. Mensch, bin ich erschrocken. Lola die Schlafmütze hat nix mitbekommen. Soviel zum Thema wachsamer Begleiter. Da es am Morgen geschüttet hat und es auch mit 12 Grad ziemlich kühl war, habe ich ausgeschlafen.
Am Mittag bin ich dann nach Danzig in die Stadt. Ich hatte Glück und direkt bei der Stadtbibliothek einen Parkplatz erwischt. Leider war ich zu blöd um den Parkautomat zu bedienen. Also bin ich halt mal wieder ohne zu bezahlen gestanden und habe mich, wiedermal, auf mein Glück verlassen.
Danzig, Hauptstadt des Bernsteins:
Zu Fuß war ich in 5min in der historischen Altstadt. Diese wurde nach dem Krieg wiederaufgebaut. Echt schön diese bunten und verzierten Hausfassaden. Für einen Städtetrip lohnt sich Danzig sicher. Vor allem die vielen Bernsteinjuweliere fallen auf. Ich habe eine Straße mit nur Juwelieren gesehen. Im Zentrum muss auch das Nightlife sehr gut sein, der Anzahl der Bars nach, ganz sicher sogar.
Mit Lola war es natürlich nicht möglich in ein Museum zu gehen. Darum bin ich einfach durch die Stadt gewandert. Nach zwei Stunden war ich wieder beim Auto. Yesss, kein Strafzettel!!
Westerplatte:
Anschließend bin ich noch dem Hafen (größter Polens) entlang bis zur Westerplatte gefahren. Die polnischen Verteidiger hatten sich da bereit für deutschen Angriff gemacht. Man sieht noch ein paar Überreste polnischer Militäranlagen und eine aktive Militäreinrichtung befindet sich immer noch dort. Das meiste ist natürlich durch Bombenangriffe und Artilleriefeuer zerstört. Nach dem ich auf dem Hügel beim Denkmal war, bin ich auf der anderen Seite hinunter und habe zwischen den Bäumen eine Tür gesehen. Ich dachte ich schau mal ob da abgesperrt ist. Die Tür war nicht sehr stabil und als ich mit einem sanften, wuchtigen Tritt dagegengetreten habe, war sie auch offen. Zufälle gibt’s, dass ich grad den passenden Schlüssel hatte 😊 Leider gab es nur zwei Räume mit kaputtem Inventar und Modergeruch. Hatte gehoffte es gibt mehr zu entdecken.
Raus aus Danzig und gen Osten. Mittlerweile ist Russland schon auf den Schildern angeschrieben. Nach über einer Stunde fahrt, bin ich nun an meinem Übernachtungsplatz angekommen. Wieder mal ein See im Nirgendwo. Ca 30 km von der Grenze zu Kaliningrad (Rus) entfernt.

15. Tag
Heute stand fahren auf dem Programm. Da Lola aber anfing zu quengeln, habe ich spontan in der nähe eines Waldes halt gemacht und bin spazieren gegangen. Zufällig habe ich durch das satte Grün eine Mauer erkannt. Ein kleiner Trampelpfad führte zu der Ruine eines alten Schlosses. Das muss früher ein richtiges Prachtanwesen gewesen sein. Nun schon total verfallen, kann man an wenigen Stellen die frühere Pracht nur noch erahnen. Habe dann folgende Info dazu gefunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Prosna_(Korsze)
Nach einem ausgiebigen Rundgang gings zurück zum Auto und Richtung Führerhauptquartier. Mitten im nirgendwo stand ein plötzlich ein Mann der gewunken hat. Ich bin stehen geblieben und hab das Fenster runtergelassen. Er sagte irgendwas auf Polnisch. Auf meine Anwort „niet polski“, machte er mit Händen deutlich, dass er in die nächste Ortschaft will. Er hat das in seinem betrunkenen Zustand, so gut gemacht, dass ich ihn mitgenommen habe. Während der 2 km Fahrt, redete er ununterbrochen. Keine Ahnung was er erzählte, aber ihn hat meine Reaktionslosigkeit nicht gestört.
Langsam macht sich etwas Heimweh bemerkbar. Ich versuche mich so gut es geht abzulenken. Funktioniert meistens ganz gut. Zum Abendessen gabs Ravioli aus der Dose.
16. Tag
Da ich momentan sehr schlecht einschlafe und meistens um 5 Uhr für eine Stunde wach bin und dann weiterschlafen kann, ist es heute 12 Uhr geworden, bis ich wach war. Anschließend bin ich die 3km zum Museum Führerhauptquartier Wolfsschanze gefahren. Leider war es geschlossen. Der größte Teil des Geländes ist umzäunt. Deshalb habe ich nur einen kleinen Teil der Anlage erkunden könne.
Die meisten Gebäude sind zerstört, aber bei ein paar Bunker kann man die früheren Ausmaße noch gut erkennen. Bei einem war die Decke bis zu 8m dick. Am Rückweg zum Auto bin ich noch an ein paar Gräbern vorbeigekommen, wobei diese nicht aus dem Krieg stammen. Zumindest dem erkennbaren Datum nach nicht. Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrerhauptquartier_Wolfsschanze


bis zu 8m dicke Decken 


Da das Museum geschlossen war, musste ein neuer Plan her. Zum Glück gab es nur 20km weiter ein anderes. Das OHK Mauerwald. Hier hatten die Generäle des Heeres ihren Hauptsitz, um die Pläne des Führers, die in der Wolfsschanze beschlossen wurden, in militärische Befehle umzusetzen.
Diese Bunker wurden nicht zerstört und sind die am besten erhaltenen des 2. WK. Um ein paar Euro konnte man diese besichtigen. Wer jetzt allerdings meint, es gab viele historische Fakten und Informationen, der wird entäuscht. Das Ganze erinnerte eher ein bisschen an ein trashiges Horrorkabinett. Zuerst ging es in einen Bunker, in dem Waffen und Funkgeräte ausgestellt waren. Dekoriert mit Hakenkreuzfahnen und Wehrmachtsuniformen. Durch einen Verbindungstunnel gings in den zweiten Bunker. Hier konnte man, hinter Gitterstäben, eine Adolf Hitler- Pumpe neben einer Art Gruselfigur bewundern. Ziemlich abgedreht. Von dem habe ich auch keine Fotos gemacht. Will ja niemandem mit diesem infatilen Quatsch langweilen. Weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/OKH_Mauerwald
Schlussendlich habe ich noch einen längeren Spaziergang unternommen, um ein paar verstreute Bauwerke im Wald anzuschauen. Danach fuhr ich noch zwei Stunden. An einem sehr schönen See, gönnte ich mir zwei Steaks mit Nudeln als Beilage. Sobald es dunkel wurde, kamen allerdings unglaublich viele und große Mücken, die die Nacht zur reinsten Qual machten.
17. Tag
Heute habe ich die Grenze zu Litauen überquert. Wieder alles problemlos und ohne Kontrollen geklappt. Damit habe ich auch die Zeitzone gewechselt. Das Erste was auffällt, sind die Gebäude. In Polen meist gemauert und umzäunt, sind hier viele aus Holz und zum Teil sehr heruntergekommen. Die Straßen sind etwas besser als in Polen.
Die Landschaft ist etwas hügelig und es stehen nur vereinzelt Ansiedelungen an der Hauptstraße. Was sehr positiv auffällt, dass so gut wie kein Müll in der Natur liegt. Ganz anders als in Polen.

Nach gut 1,5h Fahrzeit habe ich die Kleinstadt Bristonas an der Memel erreicht. Hier verbringe ich zwei Nächte auf einem Campingplatz. Ich bin derzeit der einzige Gast. Alles schaut komplett neu und sauber aus. Als erstes habe ich, da ich mich nicht um den Strom verkopfen muss, das komplette Auto gesaugt und geputzt. Anschließend war gründliche Körperpflege angesagt. Haareschneiden, rasieren und eeendlich mal wieder eine Dusche! Danach gings in das Zentrum um ein paar Sachen (Mückenspray, Brot) zu kaufen und dann in ein Restaurant. Bis jetzt konnte ich mich mit jedem sehr gut auf Englisch unterhalten. Im Restaurant habe ich mir einen Truthahn- Braten mit Cranberry- Sauce und Süßkartoffeln gegönnt. Mit 24 Grad ist es hier auch wieder angenehm warm.
Den Abend habe ich mit Lesen verbracht. Um 23 Uhr ist es hier immer noch dämmerig.
18. Tag
Heute steht nicht viel auf dem Programm. Ein Spaziergang an die Memel und Wäsche waschen. Es gibt zum Glück auch einen Trockner. Da es nun nur regnet und kalt ist und Lola so gar keine Lust hat, bleibe ich doch auf dem Platz.
19. Tag
Nach einer letzten Dusche (für die nächsten paar Tage) fuhr ich nach Kaunas. Sonntags kann man in der Innenstadt gratis parken und so stellte ich mich gleich ins Zentrum neben das Wahrzeichen der Stadt. Die Burg Kaunas. Von da bin ich mit Lola zu der Landzunge der künstlichen Insel spaziert und dann durch die Altstadt wieder retour.
So eindrucksvoll wie in den Reiseführern dargestellt, finde ich die Stadt nicht. Viele Gebäude wurden mit einem „Überzieher“ verschleiert, weil sie so baufällig sind. Darum fuhr ich auch gleich mal wieder weiter. Das Ziel ein Biosphärenpark in südwest Litauen. 12km vor dem Ziel wechselte der Straßenbelag von Asphalt zu Schotter. Wär ja eigentlich kein Problem, aber diese Schotterstraße hat das Auto so richtig durchvibriert. Tja, dann haben die schlechten Straßen in der DDR und Polen, doch noch ihre Auswirkungen gezeigt. Allein diese Straße kann es nicht gewesen sein. Plötzlich ging die Schiebetüre auf. Ok, mit der hat es immer schon ein kleines Problem seit dem Kauf gegeben. Aber noch nie ein so gravierendes. Also Türe schließen und verriegeln. Nach 2 km war das blöde Ding schon wieder auf. Lösung: Mit einem Kabelbinder habe ich die Türe zugebunden. Trotzdem habe ich so schnell wie möglich einen passenden Platz für eine genauere Analyse gesucht. Da es doch schon 17:30 war, sollte es auch ein Platz sein an dem ich übernachten kann. Eine viertel Stunde später habe ich im Wald neben der Straße ein Plätzchen gefunden. Nicht perfekt, aber es ging.

Nach dem das geschafft war, musste ich mal die Türverkleidung demontieren um überhaupt mit der Fehlersuche zu beginnen. Die Vibrationen haben alle Schrauben des Türschlosses gelockert und dadurch sind auch die Bowdenzüge locker geworden. Also alles zerlegen, schmieren, spannen, zusammenbauen und ordentlich anziehen. 1,5h waren gleich mal vorbei. Aber yesss, es funktioniert alles besser als vorher vorher 😊
Da überall Kondomverpackungen lagen, war ich mir nicht sicher, ob ich in der Nacht nicht gestört werde, darum habe ich nur eine Kleinigkeit gegessen und dann auch gleich geschlafen.
20. Tag
Auto ist ganz, Türe hält, Schotterstraße vorbei. Auf geht’s nach Klaipeda ans Meer. Direkt am Strand habe ich einen Parkplatz gefunden und bin mit Lola am Strand herumgetollt. Der Wind war saukalt, darum bin ich, nach einem Picknick, den Strand entlang spaziert. Von weitem habe ich schon einen Betonklotz gesehen. Als ich davorstand, konnte ich auch erkennen, dass es eine ehemalige Küstenartillerie war. Schon fast vom Meer zurückerobert, standen nur noch ein paar Mauern. Diese boten aber einen Windschutz. Ohne den lästigen Wind war es richtig warm. Das hat auch ein Einheimischer genossen. Der hatte eine französische Bulldogge und so kamen wir auch gleich ins Gespräch. Er hat mir ein paar gute Tipps gegeben und die Hunde haben sich ausgetobt.
Danach musste ich noch meine Vorräte auffüllen und Hundefutter kaufen. Sehr hilfsbereit und freundlich sind die Menschen hier. Nur das mit dem Autofahren haben sie nicht so drauf. Sobald es gegen Abend geht, werden die Straßen zur Rennstrecke. Ich habe ja schon einige Kilometer hinter mir, aber noch nie einen Unfall gesehen. Aber hier nach 4 Tagen in Litauen schon 5! Jetzt ist mir auch klar, dass es nicht um sonst den unrühmlichen Titel für den gefährlichsten Straßenverkehr hat. Litauen hat EU weit die meisten Verkehrstoten/Ew.
Ebenfalls gibt es sehr wenige Campingplätze. Wie man mir erklärt hat, ist Camping in den baltischen Staaten nicht so verbreitet (auch in meiner ansonsten oft genutzten App sind fast keine Stellplätze drin). Darum musste ich mir den heutigen Platz mit Google Maps und mehr oder weniger auf gut Glück suchen. Bin aber ganz zufrieden und werde hoffentlich eine ruhige Nacht haben.
21. Tag
Heute fuhr ich in den Nationalpark Zemaitijos. Außer Natur gibt es da eine ehemalige Atomraketenabschussbasis der Sowjets zu besichtigen. Ein paar Kilometer vor dem Museum, standen zwei Männer an der Straße und suchten eine Mitfahrgelegenheit. Auf meine Frage wo sie hinwollen, antworteten sie mit „Museum“. Also habe ich die Zwei mitgenommen. Wir haben uns auf Englisch unterhalten und sie erzählten mir, dass sie aus Slowenien kommen und mit Bus, Bahn und Autostoppen nach Finnland wollen.
Das Museum selbst hat mich überrascht. Mit vielen Infos, auch über die amerikanischen Atomstreitkräfte, konnte man den Bunker und die Raketensilos besichtigen. Es war beeindrucken und erschreckend zugleich, was die Menschen imstande sind zu Leisten. Schade, dass die Menschheit solche Leistungen erbringen kann, wenn es darum geht, dieselbe auszulöschen. Weiter Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Raketenbasis_Plok%C5%A1tin%C4%97
Nach dem Museum fuhr ich zum See im Zentrum des Nationalparks. Dort bin ich mit Lola spazieren gegangen und anschließend habe ich das Abendessen gekocht. Nudeln a la Sardinen e‘ Sauce di Pomodoro. Die Ruhe und die Atmosphäre waren einfach herrlich.
22. Tag
Auf dem Weg zur Grenze nach Lettland, habe ich am Straßenrand eine wunderschöne Holzkirche gesehen. Das ist eine typische Bauweise für Litauen. Auch sonst sieht man oft geschnitzte und verzierte Kreuze oder Figuren am Straßenrand.
Dann gings, wie mittlerweile gewohnt, ohne Kontrolle oder Probleme über die Grenze. Ich dachte, die Straßen können nicht schlechter werden als bisher, aber falsch gedacht. Die Bundesstraßen hier in Lettland sind teilweise nur geschottert. Was die Einheimischen aber nicht davon abhält, mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit oder mehr, dahin zu brettern.


Bundesstraße 🙂
Mein erstes Ziel war Skundra. Genauer gesagt, Skundra- 2. Eine ehemalige sowjetische Militärbasis, die nun eine Geisterstadt ist (war). Das Navi hatte mich über einen Feldweg zu dem Gelände gelotst. Plötzlich musste ich bremsen, weil Stacheldraht dreilagig über den Weg gespannt war. Ein Schild wies zudem auf mil. Sperrgebiet hin und auch auf ein Fotografieverbot. Ich war mir ziemlich unsicher, ob das echt oder aktuell sein soll. Im Internet habe ich noch Fotos aus 2018 mit Touris gesehen. Naja, da das Auto mitten auf dem Feldweg stand, wollte ich zurücksetzen und es etwas abseits abstellen. Kurz bevor ich einstieg, rauschte ein Jeep heran und zwei Soldaten sprangen (bewaffnet) heraus. Sogleich wurde ich einer Personenkontrolle unterzogen und kassierte anschließend einen Platzverweis. Auf meine Frage, warum eine Geisterstadt so übertrieben bewacht wird, erhielt ich die Antwort, dass dieses Gelände zu einem NATO- Stützpunkt umgebaut wird. Alles klar! Bin dann natürlich gleich abgedampft.

Von dort fuhr ich in die Kleinstadt Kuldiga. Ich muss sagen, ich war fasziniert. Die Gebäude wirkten zwar heruntergekommen und sanierungsbedürftig, aber genau das hat den Charme der Stadt ausgemacht. Durch eine weitläufige Fußgängerzone, erreichte ich eine Bogenbrücke und konnte von da den breitesten „Wasserfall“ Lettlands bewundern. Anschließend fuhr ich in den naheglegenen Wald und verbrachte eine traumhaft ruhige Nacht. Ich bin immer noch fasziniert davon, wie lange es hier hell ist. Um 22 Uhr streichen einem noch die letzten Sonnenstrahlen über das Gesicht. Richtig Dunkel ist es erst um ca. 23:30.






breitester Wasserfall Lettlands 
23. Tag
Heute habe ich die Stimmung im Wald genossen inkl. Spaziergang. Nachher musste ich noch „Büroarbeit“ erledigen und dann habe ich mir die Tagesziele für heute herausgesucht. Als erstes bin ich nach Osvi, zum ältesten Leuchtturm Lettlands hoch in den Norden gefahren. Hier gibt es einen kilometerlangen, sehr breiten Sandstrand. Fast kein Mensch war hier. Auf dem Rückweg habe ich dem Leuchtturm einen Besuch, von außen, abgestattet.
Danach war der Plan, nach Irbene zu fahren, wo ebenfalls eine Geisterstadt ist. Da haben die Russen ein riesiges Radioteleskop aufgestellt, dass auch heute noch für Forschungszwecke Verwendung findet. Die ehem. Stadt daneben, ist aber nicht mehr bewohnt. Leider hat auf dem Rückweg vom Leuchtturm, lt. Einheimischen mitten im Nirgendwo, mein Auto den Geist aufgegeben, bzw. die Kraft des Motors wird nicht mehr auf die Räder übertragen. Tja, ich konnte den Fehler nicht beheben und stand, sehr wahrscheinlich mit Getriebeschaden im Nirgendwo. Mir blieb nichts anderes übrig als die ÖAMTC- Nothilfe anzurufen. Die freundliche Dame hat auch gleich einen Abschleppdienst organisiert und der hat mich 30km weiter zu einer VW Werkstatt gebracht.
Nun stehe ich also vor dieser Werkstatt und warte auf morgen. Dann hoffe ich, bekomme ich schnellst möglich einen KV und muss entscheiden, ob die Reparatur rentabel ist oder nicht. Shit happens, wie man so schön sagt. Noch mangelt es mir an nichts und ich bin gespannt, ob das nun das Ende meiner Reise ist oder ob ich gezwungenermaßen die nächsten Nächte in einem richtigen Bett verbringen darf. Sollte die Reparatur erschwinglich sein, dann hat es auch was Gutes. Nächte in einem Bett! Wie ich ein richtiges Bett doch vermisse. Ein weiser Feuerwehrkamerad sagt immer: „Es is wies is!“ Und genau so ist es. Bleibt mir nichts anderes übrig als hier zu sitzen und abzuwarten, was der morgige Tag bringt.
24. Tag
Trotz nur 8h Stunden Schlaf, habe ich mich erstaunlich fit gefühlt. Während ich auf dem Parkplatz der Autowerkstatt meine Kaffee trank, überkamen mich doch sehr pessimistische Gefühle. Ich habe sogar schon mal Fährverbindungen nach Deutschland gegoogelt! Das hat zu noch mehr depressiven Gefühlen geführt (von Windau aus, gibt’s nämlich nur eine und die ist bis auf weiteres ausgesetzt). Um 9 Uhr öffneten sich dann die Türen der VW Vertragswerkstätte. Zu meiner Überraschung konnte der Werkstattleiter Deutsch (wie ich später von ihm erfuhr, sind Fremdsprachen sein Hobby, die er sich mittels Fernsehen und einer angeborenen Begabung selbst beibringt; er spricht Russisch, Englisch, Deutsch, Litauisch und Spanisch). Nach dem ich ihm mein Problem geschildert hatte und er es für den Serviceleiter übersetzt hatte, wurde mein Wohnsitz auch schon für die Fehleranalyse in die Werkstatt geschoben. Ich ging während dessen mit Lola spazieren. Nach einer Stunde war ich zurück und der Werkstattleiter begrüßte mich mit: „Heute ist Ihr Glückstag!“
Ich durfte mit Lola in die Werkstatt, wo mir das Problem versucht wurde zu erklären. Sein Deutsch hat für die Fachbegriffe nicht gereicht, aber was ich mitbekommen habe, war ein Teil der Achse, das für die Kraftübertragung des Getriebes notwendig war, defekt. Er teilte mir mit, dass sie das benötigte Teil auf Lager hätten und in 2h die Reparatur erledigt sei. Danach fuhr er mit mir durch Windau und brachte mich zu einem Cafe, wo ich Frühstücken konnte. Nach der befriedigenden Sättigung, marschierte ich eine halbe Stunde zurück zur Werkstatt, vor der mein auch Auto auch schon fertig stand. Das Ganze kostete mich, den Göttern sei Dank, nur 280€ (eine Werkstattstunde kostet hier nur 35€). Ich bin immer noch froh, dass alles so reibungslos funktioniert hat. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Team der ÖAMTC- Nothilfe, den Pannenfahrer und die Werkstatt „VW Möller“.
ON THE ROAD AGAIN!! Ging es auf die bereits bekannte Straße Richtung Kolka. Auf dem Weg dahin, habe ich doch noch einen Zwischenstopp bei der Geisterstadt „Irbene“. Eine ehemalige Anlage, die den Sovjiets, mittels Radioteleskope, zu Spionagezwecken gegen den Westen gedient hat. Heute werden die Teleskope für Forschungszwecke genutzt. Die angegliederten, ehemaligen Wohngebäude der stationierten Soldaten, verfallen nun. Ich konnte nun die typisch sowjetischen Bauten erkunden.
In manchen Räumen konnte man noch einen Teil der Einrichtung erahnen. Der Rest ist jedoch schon ziemlich demoliert und vom Zahn der Zeit gekennzeichnet.
Kolka habe ich dann ausgelassen, weil es ziemlich überlaufen war. Und die Info des Litauers, hat sich leider bestätigt. Die Balten sind keine Camper und darum gibt es hier auch nur, wenn überhaupt, rudimentäre Campingplätze. Nach langer Suche habe ich doch noch einen gefunden, der kein stinkiges Plumpsklo hat und auch keine 3€ für eine warme Dusche verrechnet. Ab morgen schei*e ich wieder in den Wald, da ist wenigstens der Raumspray „biofrisch“ und inklusive.
Trotz der infrastrukturellen Mängel, war es die warme Dusche wert. Morgen geht es, an Riga vorbei, nach Norden.
25. Tag
Ich habe doch noch einen schönen Campingplatz mit allen Annehmlichkeiten gefunden. Tolle Lage direkt am Meer und einen Stellplatz im Schatten. Mit meinem Papa habe ich auch noch telefoniert, da er den 60er heute hat. Auch noch hier: Alles Gute Papa!! Habe den Tag mit Lesen und baden verbracht. Am Abend war ich in der Beachbar und hab dort gegessen. Anschließend einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt. Während dem Sonnenuntergang bin ich mit einem finnischen Ehepaar ins Gespräch gekommen, das wir in der Bar ausklingen lassen haben.
26. Tag
Strandtag. Keine besonderen Vorkommnisse!
27. Tag
Heute bin ich über die Grenze nach Estland. In Pärnu habe ich wiedermal Lebensmittel aufgefüllt. Nach dem Trubel am Campingplatz wollte ich mal wieder Ruhe und habe mir ein schönes Plätzchen unter Bäumen am Strand gesucht. Leider sind nach zwei Stunden gleich fünf Wohnmobile gekommen. Zwei sind dann mehr oder weniger direkt neben mir stehen geblieben. Naja, es war noch halbwegs ruhig. Am Abend habe ich Lola im Wasser spielen lassen und ich habe mir auf dem Grill estnische Würste gemacht.

28. Tag
Bis jetzt war ich von der guten Infrastruktur in Estland überrascht. Das Navi hat mir allerdings heute auch die andere Seite gezeigt. Bin erstaunt was mein Bus schon alles gemeistert hat. Auch diese „Straße“ war kein Problem.

Mein erster Stopp war bei einem Eisenbahnmuseum. Mal was anderes. Hier gabs von Loks über Waggons bis hin zu Gleisen und Zubehör alles zu sehen.
Von dort bin ich in einen Nationalpark und mit Lola ein bisschen herumgewandert. Anschließend fuhr ich nach Haapsalu. Dort bin ich zu einer Werkstatt und die werden mir morgen um 10 Uhr die Bremsscheiben und Beläge erneuern. Die sind so gut wie fertig. Dann steht noch auf dem Plan die ein oder andere Sehenswürdigkeit dieser Hafenstadt zu besichtigen.
29. Tag
Nach einer von Mücken geplagten Nacht, gings heute früh in eine Werkstatt, um die vorderen Bremsscheiben und Bremsbeläge zu erneuern. Wärend der Reparatur, die 1,5h dauerte, habe ich mir ein Frühstück in einem Cafe gegönnt und bin mit Lola spazieren gegangen. Danach habe ich noch das Zentrum von Haapsalu besichtigt. Die Bischofsburg war sehr weitläufig und z.T. restauriert. Wie immer gibt’s hier weitere Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bischofsburg_Haapsalu
Anschließend bin ich der Promenade entlang spaziert und habe die schönen Holzhäuser bewundert. Der Werkstattchef hat mir den Tipp gegeben nach Peraküla an den Strand zu fahren. Leider ist es, auch durch den Wind bedingt, sehr frisch. Aber der Strand ist grandios und ich konnte bei einem Spaziergang den Strand alleine genießen. Ein kostenloser Campingplatz befindet sich gleich hinter den Dünen. Jetzt gegen Abend kommen immer mehr Einheimische, aber der Platz ist echt riesig. Mit Toiletten und Grills. Total gut gemacht.
30. Tag
Juhuu… Tallinn! Dass ich genau am 30. Tag meiner Reise hier ankomme, ist Zufall. Als erstes bin ich nördlich von der Stadt zu einem Naturschutzgebiet. Da hab ich schon mal ein Foto der Skyline gemacht. Eine Stunde bin ich bis an die Nordspitze der kleinen Halbinsel marschiert. Der nördlichste Punkt den ich bisher auf der Nordhalbkugel erreicht habe.
Von dort wieder retour und ab gings in die Innenstadt. Also die Parkplatzsuche war der reinste Horror. Entweder Privatparkplätze, wo 8 Cent die Minute verlangt wurde oder alles voll. Nach 30min herumkurven habe ich dann doch einen gefunden. Von da bin ich mit Lola in die Altstadt gegangen. Sehr enge Gassen und hohe, bunte Häuser waren da. Von weitem hat man schon eine Kirchturmspitze etwas erhöht gesehen. Da wollte ich hin. Durch einen Torbogen in der alten Stadtmauer und eine gepflasterte Straße steil bergauf. Oben angekommen erwartete mich eine wunderschöne Kirche. Direkt gegenüber steht das estnische Parlament. Auf diesem Hügel sind zudem einige Botschaften angesiedelt. Von da hat man auch einen schönen Rundumblick über die ganze Stadt. Die Altstadt war wie ausgestorben, vermutlich sind da sonst viele Touristen. Einheimische waren jedenfalls dort keine. Dafür war der neue Teil der Stadt sehr hektisch und voll.







eines der ältesten Wohngebäude beherbergt heute ein indisches Restaurant
Danach gings Richtung Osten. Lola und ich sind total müde, darum habe ich neben der Straße bei einem Gasthaus halt gemacht. Hier habe ich eine landestypische Mahlzeit verdrückt. Nannte sich Lubla Kebap. Hat aber nichts mit dem türkischen Kebap zu tun, sondern ist eine Mischung aus sehr grobem Hackfleisch und Brät, dass auf einen Spieß gedrückt und gegrillt wird. Dazu gabs Kartoffeln und seeehr viel rohen Zwiebel. Morgen geht’s an den größten See des Baltikums, durch den auch die Grenze zu Russland verläuft.
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